Kurz erklärt

Fragen zur
Schenkungsteuer.

Kann der Freibetrag alle zehn Jahre neu genutzt werden?

Erwerbe von derselben Person innerhalb von zehn Jahren werden zusammengerechnet. Liegt ein früherer Erwerb außerhalb dieses Zeitraums, wird er grundsätzlich nicht mehr in diese Zusammenrechnung einbezogen.

Welche Steuerklasse gilt bei einer Schenkung an Eltern?

Eltern und Großeltern gehören bei Schenkungen zur Steuerklasse II und haben regelmäßig 20.000 Euro Freibetrag. Die günstigere Einordnung in Steuerklasse I betrifft ihren Erwerb von Todes wegen.

Ist der Verkehrswert einer Immobilie mein Eingabewert?

Für Grundstücke gelten die Bewertungsregeln des Bewertungsgesetzes. Nießbrauch, Wohnrechte, Schulden und Befreiungen können den steuerlichen Erwerb verändern; das sollte fachlich bewertet werden.

Muss eine steuerfreie Schenkung angezeigt werden?

Eine mögliche Anzeigepflicht ist von der Steuerhöhe zu unterscheiden. § 30 ErbStG sieht grundsätzlich eine Anzeige binnen drei Monaten vor, enthält aber Ausnahmen, etwa für bestimmte gerichtlich oder notariell beurkundete Schenkungen.

Wer schuldet die Schenkungsteuer?

Bei einer Schenkung sind grundsätzlich Erwerber und Schenker Steuerschuldner. Der Rechner unterstellt, dass die berechnete Steuer aus der Schenkung getragen wird; eine Steuerübernahme durch den Schenker wird nicht modelliert.